Was stimmt nicht? Eine Einladung zum „Anders-Denken“

Was stimmt nicht? Eine Einladung zum „Anders-Denken“

Sehr schnell scannt unser Gehirn ab, was der „Norm“ entspricht und was nicht. Wir nehmen von Haus aus an, dass das, was in der Mehrzahl vorhanden ist, die Regel bestimmt und das, was anders ist oder aus der Reihe tanzt, falsch sein muss. So wurden wir schließlich von kleinauf konditioniert.

Sieh dir bitte einmal, bevor du weiterliest das Foto dieses Blogbeitrages genau an: Was stimmt nicht?

Jene Menschen, die von Haus aus eher auf „Fehlererkennung und -ausmerzung“ konditioniert wurden, erkennen den „Querschläger“ in der oberen Reihe auf Anhieb, wohingegen sich andere da schon schwerer tun. Dann gibt es jene, die es von der humorigen Seite betrachten und so etwas Ähnliches sagen wie: „Der Fehler liegt darin, dass diese Schachtel nicht bei mir liegt.“ Das zeigt, wie elastisch wir heute in unserem Denken sind.

Die eine dunkle Schwedenbombe entspricht jedoch, ganz egal wie kreativ und offen wir im Denken sind, nicht der Norm in diesem Karton. Außerdem haben wir „gelernt“, dass Schwedenbomben „aufrecht“ geschlichtet sind. Es wechselt sich zudem immer eine helle mit einer dunklen ab.

  • Was bedeutet das?

Wir sind heute blitzschnell in Bezug auf BEURTEILUNG und VERURTEILUNG und fragen uns eher:

Was stimmt nicht – wo ist der Fehler?

Anstatt zu sagen:

  • Interessant – auch eine Möglichkeit…

Doch freilich: Etwas, das nicht der Norm entspricht, sticht natürlich sofort ins Auge. Wir neigen aber immer mehr dazu, in einer Art „Kastel-Denken“ System stecken zu bleiben – so wie eben diese Schwedenbomben in ihrem Karton…

Was passt wie hinein, was tanzt aus der Reihe…

==> Was also passt in „meine Welt“ wie sie MIR gefällt…

Diese Konditionierung ist vergleichbar mit den Standardeinstellungen bei einem Computer. Die „Standardeinstellungen“ in unserem Gehirn dürfen wir aber auch einmal hinterfragen und verändern. Es zwingt uns beispielsweise niemand dazu, den in den Standardeinstellungen unseres Computers festgelegten Browser zu verwenden – wir können heute zwischen Explorer, Chrome, Firefox, Mozilla und wie sie alle heißen wählen…

Was wäre, wenn wir uns künftig mehr darauf einlassen würden, was NOCH alles sein könnte, anstatt vorschnell in Verurteilungen und Beurteilungen zu verfallen?

 

  • MINDSHIFT 1:

Was wäre, wenn all jene Schwedenbomben die stehen, nicht der Norm entsprächen und nur diese eine die liegt, läge richtig?

Vermutlich gibt es Menschen, die die Schlichtung der Schwedenbomben so noch nie gesehen haben und sich fragen: Weshalb alle stehen, und nicht liegen, so wie eben diese eine.

Wir orientieren uns gerne an der Masse und was die Masse vorgibt ist richtig. (Konditionierung)

Doch ist das wirklich so?

Ist das immer besser?

Es tut gut, sich wieder weniger beeinflussen und manipulieren zu lassen oder das nachzuplappern was andere sagen, liken und teilen, etc.

  • MINDSHIFT 2:

Was wäre, wenn wir uns weniger fragen „Was ist falsch“?

Die eine Schwedenbombe liegt „verkehrt“, doch schmeckt sie genauso, wie all die anderen dunklen Schwedenbomben. Das Kästchen für die querliegende Schwedenbombe ist zu klein – sie passt eben nicht in die „Norm“. Dann wird sie vielleicht sogar noch aussortiert weil sie eingedrückt ist – dennoch schmeckt sie genau gleich. Ein Jammer ist das mit dieser Schwedenbombe…

Wie ist es eigentlich mit uns Menschen? Nur weil jemand anders aussieht, ein anderes Glaubensbekenntnis hat, oder anders gekleidet ist, etc… sehnt er sich trotzdem nach Zugehörigkeit, Liebe, danach seinen Beitrag leisten zu dürfen, in eine Gesellschaft eingebettet zu sein und sich selbst als wirksam zu erleben.

Wie oft motzen wir rum, ärgern uns über dies und das, geben unseren Senf dazu wo er überflüssig ist. Jammern und Raunzen, anstatt die Dinge auch einmal so zu akzeptieren wie sie sind in der Annahme, dass es seinen Grund hat, dass „es“ so ist. In der inneren Haltung der Akzeptanz sind wir jedoch nicht etwa blind ausgeliefert oder passiv. Akzeptanz führt dazu, dass wir die Energie wieder auf etwas anders konzentrieren können. Wir beschäftigen uns also weniger mit dem was uns nicht „gefällt“ sondern lenken unsere Aufmerksamkeit wieder auf das was uns beispielsweise gut gefällt, oder gut tut, oder bekommen wieder den Kopf frei für ganz etwas anderes… ==> Weg vom Problem hin zu Lösungen, sagen wir Systemiker 😉

 

  • MINDSHIFT 3:

    Über den Schwedenbombenkarton hinausgedacht:

Vielleicht wäre es interessant, Schwedenbomben einmal anders zu schlichten oder zweifarbig zu gestalten zB eine Seite mit Kokos, die andere dunkel. Dann wäre es zwar nicht mehr DIE Schwedenbombe, die viele Menschen kennen, doch würde sich dadurch womöglich eine neue Zielgruppe angesprochen fühlen. Sie würden hinsehen und sagen: „Interessant – probiere ich einmal.“

Was wäre, wenn es immer etwas geben MÜSSTE, das „anders“ ist, damit sich auch in einem normierten regelkonformen Miteinander Veränderung zeigen kann. Diese Veränderung wiederum führt zu Entwicklung statt Stillstand. Das schmerzt manchmal und ist unbequem, aber hinterher stellt sich heraus, dass es gut war.

  • MINDSHIFT 4:

    Was wäre, wenn die eine Schwedenbombe etwas Besonderes wäre?

Es könnte sich bei der querliegenden Schwedenbombe um eine Schwedenbombe handeln, die einen besonderen Geschmack aufweist, mit einem überraschenden Kern, inmitten des schaumigen zuckersüßen Etwas. Eine Geschmacksexplosion am Gaumen… Wer weiß…

Ja, wer weiß, was möglich wäre, wenn wir uns wieder mehr darauf einlassen würden, Irritationen im Außen als „Geschenke des Alltags“ wahrzunehmen, die uns dazu animieren in unserem Mindset einen Schalter umzulegen und zwar noch bevor wir in die Beurteilung verfallen.

 

Irritationen als willkommene „Musterdurchbrechung“ die uns tagtäglich daran erinnern, unsere eingefahrenen Standardeinstellungen zu überprüfen…

 

Was wäre, wenn wir auch in der Begegnung mit Menschen dazu übergehen würden, einander wieder in einer offeneren, zugewandteren und neugierigeren Haltung gegenüberzutreten. Dann könnten wir womöglich etwas ganz besonderes entdecken, das wir so gar nicht vermutet hätten.

Wäre es dann nicht auch spannend, wenn wir auch an uns selbst plötzlich wieder ganz neue Seiten erkennen würden?

Wir müssen uns nur wieder gegenseitig dazu einladen, abseits bestimmter Konditionierungen einen neuen „Rahmen“ zu gestalten, der mehrere Facetten des SEINS zulässt.

 

==> Vielleicht möchtest du zum Start in diese Woche einmal das „Anders-SEIN“ und Anders-DENKEN“ in einem neuen Blickwinkel betrachten und all das „zulassen“ was möglich wäre, wenn du dich darauf einlässt?

Irritationen, Abweichungen von der Norm, als Einladungen zu betrachten um immer wieder etwas Neues zu entdecken, oder etwas anderes zuzulassen.

Sei gespannt was sich verändert wenn du es zulässt nicht sofort zu beurteilen oder zu verurteilen oder zornig zu sein, über den Status Quo. Du wirst überraschst sein. Vor allem über dich selbst 😉

 

Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Kommentare.

Einen guten, kraftvollen Start in diese Woche wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Doris

Fotocredit: dieser Impuls entstand aufgrund eines Bilderposts auf facebook von Patrick Schubert

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ÜBER DIE AUTORIN

Doris Bernhard zählt zu Österreichs Top Coaches und Beraterinnen mit dem besonderen Rundumblick. Als Unternehmensberaterin, ganzheitlicher psychosozialer Coach, Organisationsaufstellerin, Kommunikations- und Mentaltrainerin beschäftigt sie sich seit fast zwanzig Jahren mit Potenzialentfaltung. Zunächst im wirtschaftlichen Kontext, seit 10 Jahren mit besonderem Fokus auf den Menschen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit als Coach liegt im Aufspüren der ureigensten Fähigkeiten und Potenziale eines Menschen. Sie macht Mut und gibt wertvolle Impulse für ein erfülltes, erfolgreiches und zufriedenes Leben und plädiert dafür, dass es nie zu spät ist, sich selbst als aktiver Gestalter seines Lebens zu sehen, um seiner Berufung zu folgen und seiner Passion in allen Lebensbereichen Ausdruck zu verleihen.

Inspiriert durch ihre eigene Geschichte hat sie das Coachingtool POTENZIALRADAR entwickelt. Eine ganzheitliche Coachingmethode, die ermöglicht Potenziale in sich und im Außen zu erkennen und zu entfalten um schließlich seiner wahren Berufung zu folgen. Im Mai 2016 ist ihr erstes Buch erschienen. Aus dem POTENZIALRADAR  ist durch die Arbeit mit Paaren das LOVEoskop entstanden. Ein ganzheitliches Coachingtool für Paare, das Raum schafft, um sich als Individuum zu entfalten, Potenziale in der Liebesbeziehung sichtbar macht, um gemeinsam darauf aufbauend eine erfüllte und lebendige Liebesbeziehung zu kreieren.

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1 KOMMENTARE

  1. März 09, 2017 19:03 Antworten

    Danke für diese wunderbare Methaper und die vielen Anregungen in deinem Text.
    Ich musste ihn gleich zweimal lesen und durfte noch während dessen ein paar spannende neue Gedankenwege verfolgen. Bin ganz begeistert von deinem Blog und werde mich jetzt gleich weiter durchlesen.
    lg Melanie – http://www.honigperlen.at

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