Steckst du in der Durchschnittsfalle?

Steckst du in der Durchschnittsfalle?

Hast du manchmal Lust darauf, herauszufinden, was alles möglich wäre, wenn du dich raus aus deiner „Komfortzone“ wagen würdest?

Wenn du dir das Bild des heutigen Blogbeitrages ansiehst, was geht dir durch den Kopf?

Wow, wie abgefahren…Ich will die/der erste sein, die/der das möglich macht.

Mmmh, wie geht das?

Oder: Geht doch niemals, ist nur Photoshop…

Tja, wer weiß, vielleicht würde es klappen – mit etwas Phantasie und mit ein paar ganz besonderen Luftballons…

Je nachdem, aus welchen Blickwinkeln du dir das Bild des heutigen Blogbeitrages angesehen hast, kannst du erkennen, wie beweglich du in deinem Denken und letztlich auch Handeln bist. So erkennst du auch, ob du eher bereit bist, dich aus deiner Komfortzone zu wagen oder du lieber im geschützteren Bereich bleibst – was ja auch völlig okay ist!

Wenn du mehr aus dir herauskitzeln willst, oder einfach nur mal erspüren willst, was noch in dir schlummert – dann ist dieser Impuls heute für dich!

Viele Menschen setzen sich Ziele aufgrund des Wissens aus der Vergangenheit oder lösen Probleme aus ihren bisherigen Erfahrungen, ordnen sehr schnell ein und bewerten, ob etwas gehen kann oder nicht. So kommen sie jedoch immer „nur“ bis zu einem gewissen Punkt.

Auf altes Wissen zu setzen oder nur das verbessern oder verändern zu wollen was es eh schon gibt, bedeutet jedoch eher, dass wir in der Durchschnittsfalle stecken bleiben.

Oftmals nähern wir uns auch dem Thema Potenzialentfaltung von einer zu verkopften Seite an. Allseits beliebt die Fragen:

„Welche Talente, Stärken, Fähigkeiten und Eigenschaften zeichnen dich auf besondere Weise aus? Was machst du so gerne, dass du es stundenlang tun könntest?“

Aus Neigungen und Interessen werden künftige Berufsbilder abgeleitet. Dabei wissen wir längst, dass das was wir wirklich super gerne tun, nicht unbedingt etwas sein muss, mit dem wir zB auch unser Geld verdienen wollen, oder was uns wirklich zutiefst innerlich erfüllt. Bei mir zum Beispiel Kochen. Ich koche leidenschaftlich gerne – angeblich ist es auch mehr als nur genießbar 😉 aber es würde mich nicht innerlich erfüllen, würde ich es ständig tun. Ich möchte also keine Köchin sein. Mit 22 Jahren hab ich Gastro-Luft geschnuppert und einen Sommer lang in einem Restaurant in der Küche ausgeholfen. Dabei durfte ich viel lernen und es war auch superlustig; aber: Nein danke, nicht auf Dauer!

Die Basisarbeit ist selbstverständlich essentiell wichtig und wir können viel daraus über uns erfahren. Aber wenn wir mehr vom Leben wollen, dann müssen wir uns auch andere Fragen stellen und den Perspektivenwechsel wagen, eben raus aus der Komfortzone, raus aus dem Einheitsdurchschnittsbrei… und uns dorthin wagen, wo es wirklich möglich ist, dass sogar Elefanten fliegen…

In meinen Coachings stelle ich meinen Klienten sehr gerne 3 Fragen.

Hier die erste:

1. Was würdest du tun, wenn alles möglich wäre? Du nicht scheitern könntest, und selbst wenn: es egal wäre…Du nichts verlieren könntest – nicht einmal dein Gesicht…

Meist ist das komplett etwas anderes, als meine Klienten gerade JETZT tun oder in der Vergangenheit getan haben…

Freilich können wir nicht sofort alles hinschmeißen, nur mehr mit Delfinen schwimmen und um den Erdball jetten – anderseits: warum nicht… 😉  Doch diese Frage: Was würde ich tun, wenn alles möglich wäre, bringt einen in Kontakt mit seinen tiefsten Sehnsüchten – sie kitzelt etwas aus uns heraus, das NOCH in uns steckt, abseits von all dem, was wir ohnedies schon wissen.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wirklich erfolgreiche Menschen oder langfristig erfolgreiche Unternehmen immer eine Nasenlänge voraus sind?

Was machen die anders?

Sie setzen auch auf „altes“ Wissen, auf dem bauen sie auf, entwickeln „logisch weiter“, entweder in die Breite oder in die Tiefe – aber sie machen noch etwas:

Sie sind neugierig darauf, wie sich ihr Business in Zukunft entwickeln wird und fragen sich:

Womit werden wir in Zukunft Geld verdienen? Welchen Nutzen werden wir stiften?

Dabei setzen sie die Kundenbedürfnis-Brille auf, um herauszufinden wie sie schon heute ihr Produkt- oder Dienstleistungsportfolio bedürfnis- und bedarfsorientiert innovativ weiterentwickeln und fernab vom Mainstream neue, eigene Wege beschreiten können. Dabei stehen immer wieder folgende Fragestellungen im Vordergrund: „Welche Bedürfnisse haben meine Kunden jetzt und welche werden sie in Zukunft haben? Wie werden sie leben? Was wird ihnen wichtig sein? Wie wird sich das Nutzerverhalten verändern? Wie können wir schon heute darauf reagieren?“

Die Kunden wissen freilich heute noch gar nichts davon, wie sie sich in ein paar Jahren „verhalten“ werden, oder wofür sie ihr hart verdientes Geld ausgeben werden. Versetzt man sich aber in ihre Lage, fühlt sich in sie ein und ist daran interessiert, was sie bewegt und was ihnen zum einen das Leben „erleichtern“ oder sie zum anderen inspirieren würde, dann bekommt man Hinweise…

Denken wir an das iPhone. Hätte Steve Jobs uns nicht den Floh ins Ohr gesetzt, wie cool es ist, dieses Ding zu besitzen, was es alles kann, von dem wir noch gar nicht wussten, dass wir es einmal brauchen würden… wir wären wohl selbst nie drauf gekommen. Einige werden jetzt vielleicht seufzend anmerken: „Wäre wohl besser gewesen…“ Doch es hat uns auch Vieles im Leben erleichtert und das eine oder andere Leben gerettet. So war es auch bei der Entwicklung des Autos: hätte sich nicht jemand Gedanken darüber gemacht, wie die Fortbewegung der Zukunft aussieht, wir würden heute noch mit Kutschen herumfahren.

Vielleicht kennst du das Zitat von Henry Ford: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie mir „schnellere Pferde“ geantwortet.“ Tja, und heute machen wir uns bereits Gedanken darüber, wie wir uns in Zukunft schon bald fliegend fortbewegen werden.

Nach diesem kurzen Sideschwenk aus der Businesswelt nun wieder zu dir:

Genau so ist das auch, wenn du dich auf Potenzialentfaltungsreise machst:

Du wirst nie erfahren, welche Potenziale in dir schlummern und was dich beflügelt, wenn du nicht neugierig darauf bist, wer du sein könntest…

Wenn du heute nur ein kleines Stückchen über deinen Tellerrand blickst, dann könntest du bestimmt sofort in dem einen oder anderen Bereich erfolgreich reüssieren und dir Ziele stecken, die die logische Konsequenz deines bisherigen Werdegangs sind (= altes Wissen). Wunderbar! Aber wenn du etwas anderes willst, dann musst du aufhören nur auf dem aufzubauen was dir schon bekannt ist.

Du willst schnellere Pferde? Nein, du willst fliegen…

Hier bin ich bei der zweiten Frage, die ich gerne stelle, wenn meine Klienten wissen wollen, wie sie herausfinden wie sie aus ihrem Hamsterrad herauskommen:

2. Wer willst du sein?

Damit öffnest du deinen Horizont. Damit bist du näher an deinen Bedürfnissen dran, als wenn du dich nur an Stärken, Ressourcen, Fähigkeiten und Talenten orientierst oder dich immer wieder nur auf die Suche nach deiner Leidenschaft machst – die manchmal schon mehr Leiden schafft, als sie uns beflügelt.

Es geht schließlich darum, für dich herauszufinden: Wie willst du dich überhaupt als Mensch spüren? Was in dir willst du noch zum Schwingen bringen? Was in dir dürstet danach, sich entwickeln zu dürfen? Diese Frage geht viel tiefer und sie führt zu einer weiteren wesentlichen dritte Frage:

3. Wie will ich überhaupt leben?

Wir kennen einfach oft unsere Bedürfnisse nicht (denk ans iPhone), deshalb müssen wir uns öffnen, für all das was möglich wäre, wenn wir alles für möglich hielten.

Nein, wir wissen heute noch nicht, was passiert oder wie lange wir gesundheitlich in der Lage sein werden, bestimmte Dinge zu tun. Doch jeden Tag haben wir neue Chancen, Dinge anders zu machen als bisher, Neues zu entdecken uns auszuprobieren und dabei neue Potenziale zu entdecken und zu entwickeln. Wir müssen nicht, wir haben die Wahl – zumindest in unserer westlichen, entwickelten Welt.

Wenn es deine Entscheidung ist, dass alles so bleibt wie es ist oder du deinen bisherigen Weg so weitergehen möchtest und es passt für dich – so gratuliere ich dir von ganzem Herzen. Diese Entscheidung für dich ganz bewusst zu treffen und zu sagen: „So wie es ist, ist es gut“, ist wunderbar. Es geht hier auch nicht um ein zwanghaftes Höher-Schneller-Weiter – ich bin sogar eine Gegnerin von diesem Selbstoptimierungswahn.

Wenn du aber wirklich wissen willst: Was steckt denn noch in mir und wer könnte ich wohl sein? Dann stelle dir diese Frage: Wer möchte ich sein?

(Es funkt in allen Dingen – auch in Bezug auf Beziehungen: Welche Art von Beziehung will ich führen? Nicht was wäre denn ok, adäquat, erreichbar…)

So denkst du größer über all das, was sein könnte und es wird dich beflügeln.

Mein Impuls an dich:

Stelle dir eine Woche lang jeden Tag dieselben 3 Fragen:

  1. Was würde ich tun, wenn es kein Scheitern gäbe.

  2. Wer möchte ich sein?

  3. Wie will ich leben?

Wenn also alles möglich wäre und es völlig egal ist, was geht oder nicht, wenn alles erlaubt wäre…

Nimm dir dazu wirklich täglich 10 Minuten Zeit (stoppe die Zeit!) und schreib alles auf, was dir einfällt. Lass es fließen und denke an kein Ergebnis, oder daran was du dann damit machst. Das ist nicht wichtig, denn du würdest dich nur einbremsen.

Setze dir selbst deine eigene „Bedürfnisbrille“ auf und sei neugierig darauf, was du über deine tiefsten Träume, Wünsche und Sehnsüchte erfährst. Welch Klarheit sich für dich herauskristallisiert und welche Impulse dich in deinem Denken, Handeln und Tun beflügeln werden

 

Meine älteste Klientin war 69 Jahre alt – noch in diesem Alter hat sie ihr Germanistik Studium aufgenommen, einer meiner Bekannten ist erst in seiner Pension auf die Idee gekommen sich als Statist zu versuchen, heute ist er in den bekanntesten TV- und Fernsehproduktionen zu sehen und auf Du und Du mit Top Schauspielerinnen und Schauspielern. Der Fußballtrainer meines Sohnes ist aufgrund eines schrecklichen Fehlers bei einer Operation querschnittsgelähmt – letztes Jahr hat er sich anlässlich der Fußball EM in den Kopf gesetzt in meiner Heimatstadt am Hauptplatz einen Public Viewing Bereich zu installieren. Ja, er hat es geschafft – was für ein cooles Event das war! Zusätzlich steht er mit seinem Rollstuhl am Fußballplatz und feuert die Jungs beim Training an.

Es ist immer mehr möglich, als wir für möglich halten – ganz ohne Photoshop!

Viel Inspiration wünsche ich dir

Alles Liebe

Doris

PS:  Hast du Lust auf Inspiration und Motivation für deine Vorhaben, Pläne und Ziele? Vielleicht ist der RE:THINK Strategietag etwas für dich?

Hast du ein konkretes Anliegen und möchtest in deinem Leben etwas verändern, endlich ins Tun kommen, dich vor allem auch mental weiterentwickeln? Ich begleite dich persönlich und individuell und biete dir vorab ein kostenloses, persönliches Erstgespräch in meiner Praxis an! Mit Herz, Hirn und Humor bin ich dein Coach, wenn du wirklich nachhaltig etwas in deinem Leben verändern willst – ohne Tschakka!

Lerne mich kennen, mach dir dein eigenes Bild von mir und wir finden gemeinsam heraus, wie ich dich bei deinem Anliegen unterstützen kann. Ich freue mich auf dich und bin richtig-richtig gern für dich da. 

PPS: Du möchtest immer up2date sein und laufend über Neuigkeiten informiert werden, dann freue ich mich, wenn du dich hier in meinem Newsletter einträgst. Als Dankeschön bekommst du mein E-Booklet ABC der Potenzialentfaltung zum Gratis-Download.

ÜBER DIE AUTORIN

Doris Bernhard zählt zu Österreichs Top Coaches und Beraterinnen mit dem besonderen Rundumblick. Als Unternehmensberaterin, ganzheitlicher psychosozialer Coach, Organisationsaufstellerin, Kommunikations- und Mentaltrainerin beschäftigt sie sich seit fast zwanzig Jahren mit Potenzialentfaltung. Zunächst im wirtschaftlichen Kontext, seit 10 Jahren mit besonderem Fokus auf den Menschen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit als Coach liegt im Aufspüren der ureigensten Fähigkeiten und Potenziale eines Menschen. Sie macht Mut und gibt wertvolle Impulse für ein erfülltes, erfolgreiches und zufriedenes Leben und plädiert dafür, dass es nie zu spät ist, sich selbst als aktiver Gestalter seines Lebens zu sehen, um seiner Berufung zu folgen und seiner Passion in allen Lebensbereichen Ausdruck zu verleihen.

Inspiriert durch ihre eigene Geschichte hat sie das Coachingtool POTENZIALRADAR entwickelt. Eine ganzheitliche Coachingmethode, die ermöglicht Potenziale in sich und im Außen zu erkennen und zu entfalten um schließlich seiner wahren Berufung zu folgen. Im Mai 2016 ist ihr erstes Buch erschienen. Aus dem POTENZIALRADAR  ist durch die Arbeit mit Paaren das LOVEoskop entstanden. Ein ganzheitliches Coachingtool für Paare, das Raum schafft, um sich als Individuum zu entfalten, Potenziale in der Liebesbeziehung sichtbar macht, um gemeinsam darauf aufbauend eine erfüllte und lebendige Liebesbeziehung zu kreieren.

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